Seitdem Harriet Streek 2016 ihre Ausbildung zum Hundetrainer bei Ziemer & Falke abgeschlossen hat, unterstützt sie unserer Hundeschule in den Bereichen Erziehung und Crossdogging.

Ihr Interesse gilt dem Dummysport, den sie mit ihrem 8 jährigen Labrador Marley ausübt.

Mit Workshops, Seminaren und Vorträgen hält sie sich auf dem Laufenden.


Charly

-Hovawart-

ca. 07. Juli 2006 bis 20.01.2017

Am 20. Januar 2017 mussten wir unseren geliebten Charly gehen lassen. Zu groß waren seine Schmerzen im Rücken und in der Hüfte und kein Schmerzmittel wollte mehr anschlagen. Nachdem er auch nicht mehr selbständig aufstehen und Spaziergänge nur noch minutenweise möglich waren und sein Asthma immer mehr zu Luftnot führte, mussten wir diese schwere Entscheidung treffen. 

Wir werden Dich nie vergessen. Du hast uns so vieles gelehrt und hinterlässt eine Riesen große Lücke in unserem Haus und in unseren Herzen. Danke für die wundervolle Zeit mein Großer. Ich bin so glücklich, dass wir uns gefunden haben. 


Charly ist nun seit April 2015 Teil unserer Familie. Auch er kommt aus dem Tierheim Elmshorn und über seine Vorgeschichte ist nicht viel bekannt. Wir wissen nur, dass sein Besitzer verstorben ist und dass er auf einem Hof gelebt hat. Er ist ein sogenannter "Problemhund" und seine Vermittlungschancen sahen leider nicht vielversprechend aus. Er scheint nicht gut an Menschen sozialisiert zu sein und anfangs sah es so aus, als würde er sich auch mit Hunden nicht gut verstehen. Da ich als Kuschelmensch Charly von einer ganz anderen Seite kennenlernen durfte, habe ich mich sofort verliebt und es war ziemlich schnell klar, dass er bei uns einziehen wird. Unsere Erwartungen an ihn waren ziemlich hoch, allerdings eher Erwartungen in Richtung: es wird sehr schwer mit ihm, Hundebesuch können wir in Zukunft vergessen, er muss Menschen gegenüber immer abgesichert sein, mit den Katzen wird er sich nie verstehen usw.. Dann zog Charly ein und er überraschte uns so sehr. Schnell wurde klar, Charly ist ein sehr entspannter Hunde, wenn man seine Bedürfnisse berücksichtigt. Ein sehr entscheidendes Bedürfnis ist: Er möchte von keinem Menschen und keinem Hund bedrängt werden. Er geht allem Ärger aus dem Weg und geht nur auf Abwehr, wenn er sich in die Enge gedrängt fühlt. Da leider nicht immer alle Menschen darauf Rücksicht nehmen, ist Charly in Gegenwart von Fremden immer mit einem Maulkorb gesichert. Mit Menschen die er kennt ist er sehr verkuschelt und sehr anhänglich. Unsere Katzen waren nie ein Problem und auch Hundebesuch ist gar kein Problem. Wir sind einfach nur glücklich, dass er bei uns ist und hoffen, dass ihn seine gesundheitliche Probleme nicht zu schnell beeinträchtigen, denn er leidet an einer problematischen Hüfte und an Asthma. Auch Charly ist für mich zu einem Lehrmeister geworden. Dafür bin ich so dankbar.


BOBO

ca. 19. Februar 2006 bis 29. Januar 2015


Vor drei Tagen mussten wir Dich gehen  lassen, schweren Herzens mussten wir diese Entscheidung in Deinem Namen treffen. Seitdem ist nichts mehr wie es war.

Der Tod gehört zum Leben dazu. Das können wir verstehen und akzeptieren. Was wir nicht akzeptieren können, ist die viel zu kurze Zeit, die wir gemeinsam erleben durften. Nur 1.5 Jahre wurden Dir gegönnt nach so schweren vorangegangenen 7.5 Jahren. Das einfach so hinzunehmen fällt so unendlich schwer. Nur ändern können wir leider nichts daran.

Wie ein Lauffeuer hat sich die Nachricht um Dich verbreitet und was danach passierte war einfach unglaublich.

Unzählige Nachrichten gingen bei uns ein. Alle, die Dich kannten übermittelten Ihre Trauer, Ihr Mitgefühl und ließen uns wissen, dass so unendlich viele Menschen in den Minuten, in denen wir Dich auf Deine letzte Reise schicken mussten, an Dich dachten. Du warst nicht alleine, wir waren nicht alleine! Erleichtert das die Trauer um Dich? Nein, keineswegs. Aber zu wissen, dass so viele Kerzen für Dich brannten und so viele Dich in Gedanken begleitet haben, gibt Kraft. Denn Du hast so viele Menschen vereint und bewegt. Du hast, mal wieder, Dein Wunder vollbracht. So oft wurdest Du von Menschen enttäuscht und so oft hast Du Menschen zusammen gebracht.

Anfangs noch voller Angst, ob wir Dir gerecht werden können, hat sich in den 1.5  Jahren plötzlich ein riesen Netzwerk um Dich aufgebaut. Mit Menschen, die sich so intensiv um Dich bemüht haben, Menschen, die um Deine Aufmerksamkeit gebuhlt haben. Deine Freundes-Liste wurde immer länger und länger. Mittlerweile gab es so viele Plätze, wo wir Dich problemlos mit hinnehmen konnten, wo wir Dich bedenkenlos, wie einen „ganz normalen“ Hund mitlaufen lassen konnten. Der aus Angst gefährliche, nicht vermittelbare Schäferhund aus dem Tierheim wurde immer mehr zu einer starken Persönlichkeit. Diese Veränderung gesehen zu haben, bedeutet so unendlich viel für uns.

Viele schrieben: „Denkt daran, er hatte zumindest endlich ein Zuhause. Ihr habt ihm zumindest schöne 1.5 Jahre geschenkt.“ Diese Worte sind sehr lieb gemeint, das wissen wir aber wir sehen

es ein wenig anders. Für uns müsste es heißen: „Denkt daran, ER hat EUCH ausgewählt. ER hat EUCH wundervolle 1.5 Jahre geschenkt. ER hat EUCH so viel gelehrt. Seid froh, dass ihr ihn

überhaupt kennen lernen durftet. Seid froh, dass er euer Familienmitglied sein wollte.“

Du hast uns bewiesen, dass Hunde nicht in der Vergangenheit festhängen, sondern im Hier und Jetzt leben. Du hast uns gezeigt, dass die Narben der Vergangenheit durch Vertrauen und Liebe

langsam wieder heilen können. Du hast uns gezeigt, wie wichtig ein sicheres Zuhause ist und wie viel es bewirken kann. Nicht immer war es einfach, das geben wir gerne zu aber mit viel Geduld und Verständnis haben wir gemeinsam so viel erreicht. Wir waren noch lange nicht fertig und wir hatten noch so viele Pläne. Doch nichts war umsonst, das versprechen wir. Von den Erfahrungen mit Dir und dem Wissen, das wir uns aneignen konnten, wird der nächste Hund profitieren. Es gibt noch unzählige Bobo´s in den Tierheimen, die auf ihre Chance warten und wir werden in Deinem Namen weiter machen, denn wir haben keine Sekunde bereut Dich zu uns geholt zu haben. Du hast uns Deine Dankbarkeit so oft spüren lassen und könnten wir die Zeit zurück drehen, würden wir immer wieder Dich auswählen.


Danke mein lieber Bobo!

Danke, für all die schöne Zeit mit Dir.

Danke, für alles was Du uns beigebracht hast.

Danke, dass Du trotz allem in der Lage warst uns unsere kleinen und großen Fehler zu verzeihen, denn auch wir haben bestimmt nicht alles richtig gemacht.

Danke, für Deine Freundschaft und für Deine unendliche Liebe und Dein Vertrauen.

Wir hoffen nur, dass wir Dir gerecht werden konnten und dass wir Dir zeigen konnten, wie sehr Du uns bedeutest.

Wir glauben fest daran, dass Du nun an einem besseren Ort bist und dass wir uns ganz bestimmt irgendwann wieder sehen. Denn wir weigern uns daran zu glauben, dass dies nun alles gewesen sein soll.

Du bleibst für immer in unseren Herzen!


Wir möchten uns bei all den Menschen bedanken, die sich für Bobo in den letzten Jahren eingesetzt haben. Angefangen bei seinen vielen Pflegern/innen im Tierheim Elmshorn, die ihn 4 Jahre begleitet haben, bei all den Kuschelmenschen, die so viel Zeit in ihn investiert haben, hier ganz besonders bei Anja und bei der Kuscheldame, durch die ich überhaupt auf ihn aufmerksam geworden bin. Wir sagen danke an Kröte und Nici, die ihn 1.5 Jahre im Training begleitet haben, die das unmögliche für uns immer möglich gemacht haben. Wir danken unserer Familie, die immer mit viel Geduld an ihn ran gegangen sind und ihn einfach akzeptiert haben, wie er nun mal war. Wir danken den Vereinsmitgliedern und seiner Trailgruppe, die wirklich alle so große Rücksicht auf ihn genommen haben, sich teilweise selber überwinden mussten und ihn einfach als Gruppenmitglied so hingenommen haben, hier ganz besonders Tonja. Wir danken Susanne, deren Platz wir lange nutzen durften, auf dem er frei und oft mit vielen anderen Hunden hin und her laufen durfte. Wir danken all den Menschen, die wir hier alle gar nicht einzeln aufzählen können, die sich über all die Zeit immer wieder angeboten haben, sich für Trainingszwecke zur

Verfügung zu stellen und überhaupt jedem, der Bobo Freude gemacht hat, z.B. seinem besten Freund Kai.

Danke, für all Eure Geduld und Mühe. Nichts davon ist selbstverständlich.

Danke, an all die Menschen, die uns in den letzten Tagen unterstützt haben, uns so viele wirklich gefühlvolle und schöne Nachrichten geschickt haben. Es tut gut zu wissen, dass er nicht anonym war. Er war eine ganz besondere Persönlichkeit, er hat viel in unserer Welt verändert und es ist ein großartiges Gefühl zu wissen, dass er so viele Menschen-Freunde hatte.

Und zuletzt gilt ein ganz besonderer Dank an Bobo´s Ärztin, Frau Dr. Christian. Sie hat uns all die 1.5 Jahre begleitet. Bobo hat zu ihr ein ganz besonderes Verhältnis aufgebaut. Sie konnte

sich so großartig auf ihn einlassen und wusste immer ganz genau, was er in der Sekunde gebraucht hat. Wir sind glücklich darüber, dass sie ihn auch in seinen letzten Minuten begleiten  konnte. Er durfte friedlich in seinem Zuhause einschlafen. Frau Dr. Christian war für Bobo die  perfekte Ärztin. Vielen Dank, dass Sie einfach immer da waren, wenn sie gebraucht wurden.

 

Danke!

In Liebe Selma und Philipp



Juni 2014


Bobo ist mein größter Lehrmeister.

 

Er ist mitlerweile 8 Jahre alt.

Wir haben ihn 2013 aus dem Tierheim Elmshorn übernommen. Dort saß er schon seit ca. 4 Jahren und galt als einer der Problemhunde. Die 3 Jahre davor scheinen auch nicht die schönsten gewesen zu sein. Wir standen ein Jahr vor der Entscheidung, ob wir ihn zu uns nehmen oder nicht. Trotz aller Empfehlungen, uns gegen ihn zu entscheiden, haben wir es gewagt und ihn zu uns geholt. Er ist eine riesen Bereicherung für unsere Familie, und wir haben unsere Entscheidung keine Sekunde bereut. Trotz Allem war und ist es nicht immer einfach mit ihm, und wir haben noch lange nicht alle Schwierigkeiten überwunden.

Bobo hat leider nicht viel in seinem Leben kennen lernen dürfen und scheint mit Menschen, insbesondere mit Männern, sehr schlechte Erfahrungen gemacht zu haben. Wir arbeiten noch immer täglich an diesen Problemen. Wir haben sehr viel Unterstützung von Menschen, die auf Bobo eingehen und ihm den Freiraum lassen, den er braucht. Ob unsere Familie, die mit sehr viel Verständnis an die Sache heran geht, Trainerkolleginnen, die sich seiner Probleme mit annehmen und viel mit uns zusammen ausprobieren und nach neuen Lösungen suchen oder auch einfach Menschen, die Einem im Leben so begegnen und uns immer wieder Hilfe anbieten, um einfach neue Trainingssituationen zu schaffen.

Ich möchte mich auf diesem Wege bei allen herzlichen bedanken.

Wir werden oft gefragt warum wir uns das antun? Philipp, mein Mann, sagt dann immer: "Einer muß es ja tun!". Für uns lohnt sich die Arbeit mit Bobo. Er gibt uns so unglaublich viel wieder zurück. Er ist ein liebenswerter, sehr menschenbezogener Hund (sobald er jemanden kennt). Für seine Ängste kann er nichts und arbeitet mit uns zusammen so großartig daran und baut jeden Tag ein wenig mehr Vertrauen auf. Er wird niemals ein "normaler" Hund werden, das wissen wir. Aber er hat sich wunderbar in unseren Alltag eingefügt. Er arrangiert sich mit 3 Katzen, vielen Besuchern und täglich neuen Situationen.

Hunde aus dem Tierschutz lohnen sich. Ich kann es jedem nur empfehlen. Natürlich muß man immer ganz genau schauen, welcher Hund am besten in das eigene Leben paßt und sich die Entscheidigung langfristig überlegen.

Also, wenn wir uns einmal auf der Straße mit Hund begegnen sollten, verhaltet Euch gerne ganz normal und laßt Bobo einfach links liegen. Das bedeutet, ihn nicht ansprechen und nicht anfassen. So kommt er wunderbar mit allen Situationen zurecht. Im Übrigen tragen wir auch genau deswegen die "gelbe Schleife". Was diese aussagt, erfahrt Ihr unter dem Menüpunkt Yellow Dog. Schaut gerne mal rein.